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Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im
Strafvollzug Bayern e.V. Ehrenamt-im-Strafvollzug LAG - Info Nr. 59 |
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Inhaltsverzeichnis
Auf ein
Wort |
Seite
3 |
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Auf ein Wort Liebes Mitglied, liebe Leserin, lieber
Leser!
Es war für das Ehrenamt im
Strafvollzug ein erfolgreiches Jahr. Wir haben neue Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gewonnen und durften sehr viel Zustimmung und vor allem eine
enorme Unterstützung durch die Leiter und Fachdienste der
Justizvollzugsanstalten erfahren. Ihr Norbert Merz |
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Zeit haben, die Stille zu hören Aus Zwischenzeit: „Ich arbeite mit Menschen, und das auch gerne und (welch Arroganz!), so denke ich zumindest, auch gut. Mit Menschen zu arbeiten, beinhaltet für mich immer auch, mich selber ein Stück weit zu offenbaren, mich selber zu reflektieren und mir selber und anderen vor allen Dingen mit Wertschätzung zu begegnen. Dabei ist einem ein Helfersyndrom nun aber ganz eindeutig im Weg. Leider trifft man aber genau dieses logischerweise im sozialen Bereich mehr als inflationär an. Schwierig wird dies für mich in meiner Arbeit immer dann, wenn meine zwar authentische und sicher auch ehrliche Art im Umgang mit den Menschen auf ein „Helfersyndrom Gegenüber“ trifft. Da scheiden sich die Geister, da treffen ganze Universen aufeinander, die nicht nur keine Berührungspunkte haben, sondern sich förmlich gegenseitig ausschließen. Ich möchte nicht gebraucht werden, immer für andere da sein oder andere von mir und meinem Handeln abhängig machen. Vielmehr möchte ich Anstöße geben, dass Menschen sich mit sich selber auseinander setzen, eigene Wege gehen, lernen eigene Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. Meine Erfahrung zeigt mir, dass dies sehr wohl möglich ist, wenn ich mir die Mühe mache, mich wirklich mit dem jeweiligen Menschen und seinen Eigenarten zu beschäftigen, und ich nicht dazu übergehe, ihm meine eigenen Lösungen aufzudrängen. Das bedeutet aber auch, dass ich in der Regel nicht die Lorbeeren ernten kann, dass vielmehr die Menschen selber zu ihren eigenen Lösungen finden, und dies ist meiner Ansicht nach auch der einzig richtige Weg. Ich freue mich daran, wenn ich sehe, wie Menschen, mit denen ich arbeite, ihre eigenen Wege finden und gehen. Die mit dem Helfersyndrom können zwar immer schön jammern, wie viel Arbeit sie doch haben und wie sehr sie dies alles auslaugt, und oft genug werden sie auch für ihre Arbeit gelobt, oder man schreibt ihnen sogar die vermeintlichen Erfolge zu, aber wenn der Preis dafür ist, andere Menschen von mir abhängig zu machen, dann verzichte ich gerne auf die Lorbeeren. Zum Glück habe ich Kollegen, die genauso denken wie ich. Das ist wirklich ein Geschenk und für mich mehr Wert als alle Lorbeerkränze dieser Welt! Zwischenwelt: „Wertschätzung kontra Helfersyndrom“ (http://zwischenwelt.twoday.net/) Hier ein damit verbundener Kommentar: |
| Zeit haben und zuhören
In einem Artikel (30. 11. 2006)
über ehrenamtliches Engagement las ich unter anderem: |
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Augsburger Gespräche 2007 mit großer Ausstellung im
Beiprogramm
Vorbereiten auf die Freiheit Unter diesem Motto werden uns sehr kompetente Fachleute aus
verschiedenen Justizvollzugsanstalten Einblick in
Wiedereingliederungsmaßnahmen geben. Mit dem Thema: Jugendstrafvollzug, eine Verpflichtung - „Ertüchtigen
für die Freiheit“ wird Ragnar Schneider, Regierungsdirektor im Bayerischen
Staatsministerium der Justiz die Augsburger Gespräche eröffnen. |
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Nur Jahreswechsel??
Vorüber ist das alte Jahr, ob‘s
fröhlich wart ob‘s traurig war, ob du geweint, ob du gelacht, ob du
geschlummert, ob gewacht, ob du die Zeit genützet hast, ob Müßiggang sie
hat verpasst. Das Jahr das einst solang dir schien, vorüber rauscht es,
hin ist hin. Vorüber vorüber. Ernst Ollech |
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Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und ehrenamtliche Mitarbeiter Wir bringen unsere Kompetenz für
Gefangene in Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Justizvollzugsanstalten ein. Wir fördern ein gutes Klima in der
Anstalt und eine Kultur des Lebens:
Unser Engagement hilft bei der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags. Wir
tragen zur Resozialisierung sowie zur sozialen und inneren Sicherheit bei:
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Ein ganz Großer hat uns für
immer verlassen.
Dr. Werner Graeser, Ehrenvorsitzender der LAG und ausgezeichnet mit dem
Bundesverdienstkreuz und dem Goldenen Kronenkreuz, ist im 92. Lebensjahr
gestorben.
Er sagte von und über sich und über sein Engagement: „Ich bin von einem
unerschütterlichen Gottvertrauen und dem Vertrauen, dass in jedem Menschen
etwas Gutes ist, das es zu wecken gilt. Nur so bekommt der inhaltlose
Begriff: „Resozialisierung“ Bedeutung. Ich weiß um die Unterstützung, um
das Verständnis durch meine Familie, ohne die bzw. ohne das ich nichts
bin. Stationen Norbert Merz |
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Zeit zu einem Gespräch Zeit zu einem Gespräch, aber wie und was? Deshalb bin ich der Meinung, therapeutisch, pädagogisch hin oder her,
eine solche Auseinandersetzung, eine derartige Konfrontation gehört mit zu
meinen Aufgaben, zu den Pflichten eines ehrenamtlichen Mitarbeiters. Würde
ich nicht auch in meinem persönlichen Umfeld Probleme, Missstände
ansprechen und unter vier Augen sogar vertiefen?
Sehr häufig habe ich in Vorstellungsrunden gesagt, ich würde nur ein
Stück des Weges mit dem Besuchten gehen wollen. Aber spricht man, wenn man
auf dem Weg ist, nicht auch über dieses und jenes? Manchmal ist es
Belangloses und manchmal geht es auch ans „Eingemachte“.
Häufig habe ich mich gefragt, mit welchen Wertvorstellungen lebt mein
Gesprächspartner? Und welche Defizite könnten im Gespräch aufgearbeitet
bzw. „nachhaltig“ besprochen werden?
Letztendlich musste ich feststellen, dass alles, ob therapeutisch,
pädagogisch oder nur „ein Stück des Weges“, Sinn macht. Und hat das
Gespräch nicht auch etwas mit der Frage zu tun: Warum gehe ich ins
Gefängnis, warum besuche ich einen Strafgefangenen?
Vor einigen Tagen rief mich ein sehr engagierter Ehrenamtlicher an und
erzählte mir, dass sein Betreuter nach kurzem Aufenthalt in der Freiheit
wieder verurteilt wurde und nun für viele Jahre in Haft bleiben muss.
Wissen Sie, sagte er: „Der Mann war eigentlich sein ganzes Leben im
Gefängnis. Fast glaube ich, dass er sich nur in der überschaubaren Welt
des Gefängnisses zurechtfindet.“ Er beendete sein Telefonat mit den
Worten: „Jetzt besuche ich ihn halt wieder in der JVA einnal im Monat!“
Und was ist dann dieses monatliche Gespräch? Therapie, Pädagogik,
Hafterleichterung, ein Stück des Weges oder nur Mitmenschlichkeit?
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Gespräche, was immer das auch
sein mag!
Norbert Merz
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... mein Leben zieht an mir vorbei ... Manchmal habe ich das Gefühl,
mein Leben zieht an mir vorbei, so wie die Wolken am Himmel ziehen. Wie
schnell ist die Zeit vergangen? Aus „Mehr Zeit in deinen Händen“
von Heiderose Gärtner |
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Aber was ist denn nun „Zeit"? ... die unterschiedlichsten
Definitionen darüber, was denn nun „Zeit" sei, weichen die Meinungen
darüber so sehr voneinander ab wie bei keiner anderen Thematik. Für den
einen ist „Zeit" nichts anderes als das, was ihm die Uhr an seiner Wand
zeigt, für den nächsten ist sie ein stetiger Fluss, eine Empfindung,
wieder für einen anderen ist sie nur eine mathematische Variable und
manche Menschen glauben gar nicht, dass sie existiert. „Zeit ist das, was wir daraus machen" schreibt M. Uhl.
Vergeuden wir unsere Zeit im Zusammenwirken mit den Mitmenschen!
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Verantwortung, verantwortlich? Oder wo sind meine Grenzen? ... umso wichtiger wird die
Fähigkeit des qualifizierten Nein-Sagens und Grenzen zu ziehen, sich
selbst zu schützen ...
Verantwortung? Wer hat mir die Verantwortung auferlegt? Wofür bin ich
verantwortlich? Wer hat das Recht und die Macht, mir die Verantwortung zu
geben und mich verantwortlich zu machen? Grenzen: Norbert Merz |
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Erich Fischer
Wer ist Erich Fischer? Ein sehr
interessanter Mensch unserer Zeit, auch wenn ihn nur wenige kennen. Er
gründete 1995 die „Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und
Zivilisation". Die wichtigsten Stiftungsziele sind die Förderung von Kunst
und Kultur, vor allem der Musik, die Verbesserung der Lebensbedingungen
älterer Menschen und die Weiterentwicklung der Zivilisation. |
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Amberg - Leben im Eis
„Leben im Eis" zu sehen hinter
Gittern Selbst etwas schreiben, selbst malen und gestalten, Musik machen und
Musik und Gesprochenes auf sich einwirken lassen, das sind die Erlebnisse,
die viele Strafgefangene noch nie erlebt haben. Wird nicht häufig das
Gefühle, Emotionen zeigen, als Schwäche interpretiert?
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Umweltprojekt-Landshut
Und noch ein interessanter
Einsatz: „Gefangene wirken bei einem Umweltprojekt mit!“ |
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1628 meint
Prolog oder Epilog - wie Sie
wollen - zu: „Ein Gefangener auf dem Gefängnisdach“. **************************
16 28 meint Dezember 2006 Ihr 16 28 Ps: Am 15.12.2006 verstarb Dr. Werner Graeser im 92. Lebensjahr. Ich
verneige mich in Ehrfurcht. Über 30 Jahre war ich mit Werner
freundschaftlich verbunden. Er war einer der ganz Großen in der
Gefangenenbetreuung. Ein Streiter für die Sache der LAG ist von uns
gegangen. |
| Termine
Augsburger Gespräche 2007 Nürnberger Gespräche 2007
„Die Prognose zukünftiger Straffälligkeit“ Straubinger Tagung 2007 15. September 2007, 10:00 Uhr in Augsburg Hotel Riegele, Viktoriastraße 4, gegenüber Hauptbahnhof |
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Werte sind Leitplanken auf dem Weg in die
Zukunft |
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© LAG 2007-02-09