Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
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Niederschönenfeld


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Kloster Niederschönefeld
Weihnachtskarte der JVA Niedershönenfeld


Weitere Themen:


Als Häftling an die Uni

Doch die Uni gibt ihm eine Chance: Drei Tage später kommt die Zusage.
Sebastian beantragt Urlaub, um von seinen Eltern Kleidung zu holen - bloß nicht im Anstaltspulli in den Hörsaal!
Keine Woche später wird er aus dem geschlossenen Vollzug in Niederschönenfeld bei Augsburg nach Bayreuth verlegt, am Montag darauf geht er zum ersten Mal zur Uni.

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  Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Interessiert?

Fragen Sie Herrn Sozialamtsrat Werner Stapf, Ansprechpartner und Kontaktperson für die ehrenamtlichen Helfer.

Telefon: 09090/706-141,
E-mail.


JobPATENSCHAFT
Der neuer Weg in die Arbeitswelt

Ausbilden, für die Berufswelt ertüchtigen und mit Hilfe eines Begleiters in den Betrieb begleiten.
Das ist die neue Qualität einer ehrenamtlichen Betreuung

Eine Idee von Stefan Fischer, Oberlehrer i JVD umgesetzt und begleitet von der LAG und den Paten Harald Förth und Stefan Schnetzer vom  PATENMODELL Nürnberg (siehe auch www.patenmodell.de)

Aktueller Bericht
Projekt "Jobscout" der JVA Niederschönefeld

  Presse

Justizmedaille für Firma Zürn

Renate Zürn aus Unterhaching ist jetzt von Bayerns Justizministerin Beate Merk mit der Justizmedaille ausgezeichnet worden. Seit über 40 Jahren lässt die Inhaberin und Geschäftsführerin der Firma Zürn mit Sitz in München Metallarbeiten von Gefangenen in der Justizvollzugs-anstalt Niederschönenfeld ausführen - und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Resozialisierung der Inhaftierten. Unter Zürns Leitung hat das Unternehmen in Niederschönenfeld einen modernen Produktionsstandort aufgebaut, wo regelmäßig 25 Gefangene beschäftigt werden. Hierbei fertigen sie zumeist Zuliefererteile für den Hoch- und Tiefbau sowie schmiede- oder gusseiserne Artikel an - und erlangen so die berufliche Qualifikation für den Wiedereinstieg in ein straffreies Leben.
Münchner Merkur, 29. 7. 2006

siehe auch http://www.jva.de/presse/zuern


Pressemitteilung Nr. 3 / 2009 JVA Niederschönenfeld

Hardrock hinter Gitter
Band Ashram unterhält 90 Gefangene in Niederschönenfeld


Der stellvertretende Anstaltsleiter Meier-Lämmermann (rechts) und der Organisator Werner Stapf (links) begrüßten die Rockband Ashram in der JVA Niederschönenfeld
Foto: privat

Niederschönenfeld (sta).
Auf ihrer Gefängnistour durch insgesamt 55 deutsche und österreichische Strafvollzugsanstalten gastierte vor kurzem die österreichische Rockband Ashram in Niederschönenfeld. Ashram ist eine österreichische Gruppe, die es sich zum Hauptziel gemacht hat, Personen, denen die Gesellschaft besonders kritisch gegenübersteht, wieder ein bisschen Lebensfreude über die Musik zu bereiten. „Ashram“ ist so etwas wie ein spiritueller Ort, bedeutet tiefgründiges Denken. Die Band ist für die Musiker ebenfalls eine Art spiritueller Raum – auf jeden Fall mehr als nur Musik. Ihre Botschaft ist „Nachdenken, was einem im Leben wichtig ist“.


Für die rund 90 teilnehmenden Gefangenen brachte das Konzert in der Justizvollzugsanstalt Abwechslung vom Vollzugsalltag. Die 4 erfahrenen Musiker spielten vorwiegend Rockklassiker aus den 70er Jahren, vermischt mit aktuellen Einflüssen. Bereits beim 3. Song, „Fly away“ von Lenny Kravitz, sprang der Funke auf die Zuhörer über. Auch ließen es sich einige Inhaftierte, durch die Musik inspiriert, nicht nehmen, durch gekonnte Breakdance-Einlagen die Stimmung im Gefangenenspeisesaal der JVA auf den Siedepunkt zu treiben. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Rap-Gesang eines ausländischen Inhaftierten, der seine eigene Lebensgeschichte über den Sprechgesang zum Ausdruck brachte.
Die Band, die aus einem riesigen Repertoire schöpfen kann, wählte für die Insassen ein abwechslungsreiches und auf die Zielgruppe abgestimmtes Programm aus bekannten Mitreißern und auch ruhigeren Melodien aus. Der Gruppe gelang es dabei, die Gefangenen das Eingesperrtsein 90 Minuten lang vergessen zu lassen. Die Veranstaltung ging mit tosendem Applaus für die Musiker zu Ende. Anschließend suchten etliche Gefangene den Kontakt zu den Bandmitgliedern, um sich persönlich für das tolle Konzert zu bedanken, welches ihnen die Möglichkeit geboten hatte, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Der stellvertretende Anstaltsleiter RD Meier-Lämmermann dankte der Gruppe für ihren Auftritt in der Justizvollzugsanstalt.
Verantwortlich für die Organisation der gelungenen Veranstaltung war SAR Werner Stapf. Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein von Band und JVA-Mitarbeitern sorgte AI Hubert Hörmann in bewährter Form für das leibliche Wohl. Der stellvertretende Anstaltsleiter Ernst Meier-Lämmermann (rechts) und der Organisator Werner Stapf (links) begrüßten die Rockband Ashram in der JVA Niederschönenfeld. s

Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Strafvollzug gibt Werner Stapf telefonisch Auskunft unter der
Rufnummer: 09090/706-141.
Er ist auch per E-Mail erreichbar: werner.stapf|at|jva-nsf.bayern.de



Ansprechpartner und Berater in jeder Situation



Foto: Werner Stapf
27.07.2009 - Donauwörth/Lokalnachrichten

Niederschönenfeld (sta) - Die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld hat die ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder zu einem Treffen eingeladen. Die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen bietet die JVA inzwischen seit 16 Jahren an. Als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres fand im Mehrzweckraum der alten Schule ein gemeinsames Essen statt.

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In seiner Begrüßungsrede stellte der Anstaltsleiter, Regierungsdirektor Peter Landauer, den neuen Vorsitzenden des Anstaltsbeirates MdL Georg Winter vor. Auch bedankte sich Landauer bei den ehrenamtlichen Helfern für ihre konkreten und vielseitigen Hilfsangebote für die Inhaftierten.
Der neue Anstaltsbeiratsvorsitzende hob ebenso das hohe ehrenamtliche Engagement hervor. Winter bezeichnete die Ehrenamtlichen als Verbindungsstelle zwischen Justizvollzug und Öffentlichkeit. Sie leisteten Vieles, was die Bediensteten des Strafvollzuges nicht zu leisten vermögen. Sie trügen dazu bei, die Gefangenen wieder in die Gesellschaft zu integrieren und brächten somit einen unverzichtbaren Dienst.
Der Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen in der JVA Niederschönenfeld, Sozialamtsrat Werner Stapf, berichtete, dass derzeit 25 Privatpersonen, neun Angehörige von Wohlfahrtsverbänden sowie neun türkische Staatsangehörige der Muslimgemeinde Donauwörth/ Bäumenheim für die ehrenamtliche Betreuung zugelassen sind. Erfreulich sei, dass die Anzahl der Betreuenden seit vielen Jahren konstant ist. Auch teilte er mit, dass die Justizvollzugsschule in Straubing in diesem Jahr wieder eine Fortbildungsveranstaltung für die Ehrenamtlichen anbietet, für welche sich drei Personen angemeldet haben.

Enge Zusammenarbeit
Die Ehrenamtlichen nutzten den Veranstaltungsrahmen, um über ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen mit den Strafgefangenen ausführlich zu berichten und der Anstaltsleitung und den Mitarbeitern des Hauses für die enge und gedeihliche Zusammenarbeit zu danken.
Die Organisation des gegangenen Abends oblag in bewährter Form Stapf. Für das leibliche Wohl sorgten die Vollzugsbediensteten Christine Burger und Hubert Hörmann in Zusammenarbeit mit Anstaltsküche und -bäckerei.

Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Strafvollzug gibt Werner Stapf telefonisch Auskunft unter der
Rufnummer: 09090/706-141.
Er ist auch per E-Mail erreichbar: werner.stapf|at|jva-nsf.bayern.de



schmalfilm 3/2004                  Filmemacher 15

Trickfilm hinter Gittern
Wie Sängerin mit Herz werden
Text & Fotos: Helmut Savini

32 Filme, 500 in- und ausländische Wettbewerbsauszeichnungen. Die Liste der Erfolge von Helmut Savini und seinen Teams ist lang. Das Besondere daran: Die kurzen Streifen entstehen im Knast. Seit über 30 Jahren ist Savini ehrenamtlich tätig, um jugendlichen Straftätern eine sinnvolle Beschäftigung während der Haftzeit zu ermöglichen. So produziert er Trickfilm um Trickfilm - mit stets wechselnden Mitstreitern. Hier sein Report über das ungewöhnliche Projekt.

In der Justizvoltzugsanstalt (JVA) im bayerischen Niederschönenfeld ist Kreativität erwünscht. Deshalb leite ich dort eine Freizeitgruppe. 1976 haben wir zunächst fotografiert, zwei Jahre später dann mit Zeichentrickfilmen angefangen. Früher war ich selbst in der JVA als Justizvollzugsbeamter tätig. Heute führe ich die Gruppe ehrenamtlich weiter. Einmal wöchentlich treffen wir uns in unserem Filmraum. Hier erinnert wenig an ein Gefängnis - wenn man mal von den Metallgittern im Fenster absieht. Schon eher denkt man an eine Trickfilm-Werkstatt. wenn man den Raum betritt. Da in einer geschlossenen Anstalt viele Filmthemen real nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen dargestellt werden können, habe ich mich von Anfang an für den Trickfilm entschieden.

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Das Medium ist Mittel zum Zweck. Es gehört zum sozialen Training, in einer Gemeinschaft zu arbeiten und Produkte fertig zu stellen, die ein Erfolgserlebnis vermitteln. Außerdem bietet die Beschäftigung mit dem Zeichnen und Filmen die Möglichkeit. Kreativität zu entfalten. Auch die Haftzeit lässt sich so besser verarbeiten.

Es ist nicht Ziel, Preise einzuheimsen, sondern menschlich miteinander umzugehen. Aber natürlich freut es alle, wenn wir Preise abräumen. Achtmal konnten Filme bei den Deutschen Amateurfilm-Festspielen (DAFF) teilnehmen, einmal wurde ein Obelisk gewonnen. Auch bei den Film-Wettbewerben der photokina waren wir dreimal erfolgreich. Wenn es von der Strafzeit her möglich ist, nehme ich zu den Wettbewerben einige Gefangene mit.

Die Straftaten interessieren mich überhaupt nicht. Ich will unvoreingenommen mit den Jugendlichen umgehen können. Wenn einer beispielsweise ein Schläger ist, in der Gruppe aber gut mitarbeitet, kann er so unter Beweis stellen, dass er auch andere Werte kennt. 32 Filme sind bislang entstanden. Sozialkritische und phantastische Themen sind dabei im Vordergrund. Viele Streifen wenden sich an Kinder oder thematisieren den Alltag im Knast. Die Ideen kommen von den Gefangenen selbst. Wir arbeiten mit der Auflagetechnik, also ohne die beim Zeichentrick üblichen Folien. Pro Sekunde werden 24 Einzelbilder benötigt. Das heißt: 12 mal die Glasplatte hochheben, Füße, Arme und andere Körperteile bewegen oder austauschen, Glasplatte wieder auflegen, zwei Bilder schießen, Glasplatte wieder anheben.


Manchmal bringen wir bis zu zehn Sekunden an einem Abend zusammen. Im Prinzip brauchen wir für einen Film rund zwölf Monate. Bis vor wenigen Jahren haben wir nicht nur komplett auf Film gedreht, sondern auch mit Klebepresse geschnitten und über Projektor mit Tonbandgerät vertont. Inzwischen lasse ich das gefilmte Ergebnis auf Video überspielen und bearbeite den Film mit Casablanca. Auch die Vertonung geschieht jetzt über Computer.

Kosten fallen für die Justiz kaum an. Mehrere Blöcke Zeichenpapier und Plakafarben sind kaum der Rede wert. Auch die Aufwendungen für die benötigten Super-8-Filme sind gering, denn unsere Streifen sind in der Regel nur bis zu vier Minuten lang. Zur Bearbeitung stelle ich meine eigenen Geräte zur Verfügung. Allerdings hat vor einem Jahr meine Nizo 801 deutliche Zeichen von Altersschwäche an den Tag gelegt und ich war froh, eine Beaulieu 6008 gespendet zu bekommen, die wir mit Nahlinse einsetzen. So kann ich hoffentlich noch viele Jahre Filmideen mit den Gefangenen realisieren.

Manchmal erreichen mich Jahre nach der Fertigstellung eines Films Anrufe von ehemaligen Straftätern, die sich für die sinnvoll genutzte Zeit bedanken.


 

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© LAG 2009-12-27