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Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im
Strafvollzug Bayern e.V. Ehrenamt-im-Strafvollzug Niederschönenfeld |
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Weihnachtskarte der JVA Niedershönenfeld
Als Häftling an die Uni
Doch die Uni gibt ihm eine Chance: Drei Tage später kommt die Zusage.
Bitte lesen Sie selbst bei
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Wir suchen
ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Interessiert? Fragen Sie Herrn
Sozialamtsrat Werner Stapf, Ansprechpartner und Kontaktperson für die
ehrenamtlichen Helfer.
Telefon:
09090/706-141,
JobPATENSCHAFT Ausbilden, für die Berufswelt ertüchtigen und mit Hilfe eines
Begleiters in den Betrieb begleiten. Eine Idee von Stefan Fischer, Oberlehrer i JVD umgesetzt und begleitet
von der LAG und den Paten Harald Förth und Stefan
Schnetzer vom PATENMODELL Nürnberg (siehe auch
www.patenmodell.de)
Aktueller Bericht |
Presse
Justizmedaille für Firma
Zürn
siehe auch http://www.jva.de/presse/zuern |
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Pressemitteilung Nr. 3 / 2009 JVA Niederschönenfeld
Hardrock hinter Gitter
Niederschönenfeld (sta).
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Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Strafvollzug gibt Werner Stapf telefonisch Auskunft unter der |
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Niederschönenfeld (sta) - Die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld hat die ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder zu einem Treffen eingeladen. Die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen bietet die JVA inzwischen seit 16 Jahren an. Als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres fand im Mehrzweckraum der alten Schule ein gemeinsames Essen statt.
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Enge Zusammenarbeit
Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Strafvollzug gibt Werner Stapf telefonisch Auskunft unter der |
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schmalfilm 3/2004 Filmemacher 15
Trickfilm hinter Gittern
32 Filme, 500 in- und ausländische Wettbewerbsauszeichnungen. Die Liste der Erfolge von Helmut Savini und seinen Teams ist lang. Das Besondere daran: Die kurzen Streifen entstehen im Knast. Seit über 30 Jahren ist Savini ehrenamtlich tätig, um jugendlichen Straftätern eine sinnvolle Beschäftigung während der Haftzeit zu ermöglichen. So produziert er Trickfilm um Trickfilm - mit stets wechselnden Mitstreitern. Hier sein Report über das ungewöhnliche Projekt.
In der Justizvoltzugsanstalt (JVA) im bayerischen Niederschönenfeld ist Kreativität erwünscht. Deshalb leite ich dort eine Freizeitgruppe. 1976 haben wir zunächst fotografiert, zwei Jahre später dann mit Zeichentrickfilmen angefangen. Früher war ich selbst in der JVA als Justizvollzugsbeamter tätig. Heute führe ich die Gruppe ehrenamtlich weiter. Einmal wöchentlich treffen wir uns in unserem Filmraum. Hier erinnert wenig an ein Gefängnis - wenn man mal von den Metallgittern im Fenster absieht. Schon eher denkt man an eine Trickfilm-Werkstatt. wenn man den Raum betritt. Da in einer geschlossenen Anstalt viele Filmthemen real nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen dargestellt werden können, habe ich mich von Anfang an für den Trickfilm entschieden.
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Das Medium ist Mittel zum Zweck. Es gehört zum sozialen Training, in einer Gemeinschaft zu arbeiten und Produkte fertig zu stellen, die ein Erfolgserlebnis vermitteln. Außerdem bietet die Beschäftigung mit dem Zeichnen und Filmen die Möglichkeit. Kreativität zu entfalten. Auch die Haftzeit lässt sich so besser verarbeiten. Es ist nicht Ziel, Preise einzuheimsen, sondern menschlich miteinander umzugehen. Aber natürlich freut es alle, wenn wir Preise abräumen. Achtmal konnten Filme bei den Deutschen Amateurfilm-Festspielen (DAFF) teilnehmen, einmal wurde ein Obelisk gewonnen. Auch bei den Film-Wettbewerben der photokina waren wir dreimal erfolgreich. Wenn es von der Strafzeit her möglich ist, nehme ich zu den Wettbewerben einige Gefangene mit. Die Straftaten interessieren mich überhaupt nicht. Ich will unvoreingenommen mit den Jugendlichen umgehen können. Wenn einer beispielsweise ein Schläger ist, in der Gruppe aber gut mitarbeitet, kann er so unter Beweis stellen, dass er auch andere Werte kennt. 32 Filme sind bislang entstanden. Sozialkritische und phantastische Themen sind dabei im Vordergrund. Viele Streifen wenden sich an Kinder oder thematisieren den Alltag im Knast. Die Ideen kommen von den Gefangenen selbst. Wir arbeiten mit der Auflagetechnik, also ohne die beim Zeichentrick üblichen Folien. Pro Sekunde werden 24 Einzelbilder benötigt. Das heißt: 12 mal die Glasplatte hochheben, Füße, Arme und andere Körperteile bewegen oder austauschen, Glasplatte wieder auflegen, zwei Bilder schießen, Glasplatte wieder anheben. |
Manchmal bringen wir bis zu zehn Sekunden an einem Abend zusammen. Im Prinzip brauchen wir für einen Film rund zwölf Monate. Bis vor wenigen Jahren haben wir nicht nur komplett auf Film gedreht, sondern auch mit Klebepresse geschnitten und über Projektor mit Tonbandgerät vertont. Inzwischen lasse ich das gefilmte Ergebnis auf Video überspielen und bearbeite den Film mit Casablanca. Auch die Vertonung geschieht jetzt über Computer. Kosten fallen für die Justiz kaum an. Mehrere Blöcke Zeichenpapier und Plakafarben sind kaum der Rede wert. Auch die Aufwendungen für die benötigten Super-8-Filme sind gering, denn unsere Streifen sind in der Regel nur bis zu vier Minuten lang. Zur Bearbeitung stelle ich meine eigenen Geräte zur Verfügung. Allerdings hat vor einem Jahr meine Nizo 801 deutliche Zeichen von Altersschwäche an den Tag gelegt und ich war froh, eine Beaulieu 6008 gespendet zu bekommen, die wir mit Nahlinse einsetzen. So kann ich hoffentlich noch viele Jahre Filmideen mit den Gefangenen realisieren. Manchmal erreichen mich Jahre nach der Fertigstellung eines Films Anrufe von ehemaligen Straftätern, die sich für die sinnvoll genutzte Zeit bedanken. |
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© LAG 2009-12-27 |