Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
Ehrenamt-im-Strafvollzug

Weiden


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Altes Rathaus

Wir suchen Bürgerinnen und Bürger,

die in der JVA Weiden ehrenamtlich mitarbeiten, die uns bei der Betreuung von Strafgefangenen unterstützen.

Für einen ersten Einstieg haben Gefangenen und Ehrenamtliche zwei Stunden Zeit, um über alles zu reden, zu diskutieren und sich auszutauschen. Und Sie werden überrascht sein, mit welcher Freude Sie von den Gefangenen empfangenen werden und mit welcher Begeisterung und Ernsthaftigkeit sie bei der Sache sind.
Sprechen Sie mit dem Kontaktbeamten und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Die Ehrenamtlichen treffen sich regelmäßig!

Selbstverständlich sind auch Sie dazu herzlich eingeladen.


Nächstes Treffen

Fragen Sie doch einfach beim Sprecher nach!


Sprecher und Regionalbeauftragter
der LAG:

Peter Lottes


Sie erreichen uns über den
Kontaktbeamten der JVA Weiden:
Almesbacher Weg 2
92637 Weiden i. d. Oberpfalz
Telefon: (0961) 38821-0 oder per Mail unter LAG


Das 2. Konzert in der JVA

Hoffnung und Freude im Knast
Konzert des Gospelchores "Hope and Joy" in der JVA Weiden - Häftlinge bitten um Wiederholung
Weiden. (sei) Auch das zweite Konzert des Gospelchores "Hope and Joy" am 7. Dezember 2009 in der JVA Weiden begeisterte die Insassen. Ein Zuhörer bat sogar um eine Wiederholung im nächsten Jahr - er sei dann nämlich immer noch da.
Auszug aus "Der Neue Tag"

Konzert in der JVA

Das Konzert am Montag, 08. 12. 08 war ein Erlebnis.
Mit ihren rhythmischen Gesängen rissen die Sängerinnen und Sänger die über siebzig Teilnehmer mit.
Und am Ende der Veranstaltung, die letzten dreißig Minuten standen alle und klatschten die Rhythmen mit.
Nach drei Zugaben klang dann, auch den Umständen entsprechend, das Konzert aus.
Bitte kommt wieder, so die einhellige Meinung der Zuhörer!


 

Wichtiger Hinweis für Angegörigen von Strafgefangegen!

 

"Mitgehangen - Mitgefangen"

Offener Treff für Angehörige von Inhaftierten

Jeden ersten Freitag im Monat von 14:30 bis 17:00 Uhr

Wollen Sie ...?

  • andere betroffene Angehörige kennen lernen
  • jemanden zum Zuhören haben
  • offen über Probleme reden
  • Entlastung und Stärkung im Alltag erfahren
  • Perspektiven gemeinsam Überlegen

Faltblatt zum Download (pfd-Datei)

 



 
 
 
 
Treff ist in der

Asylstraße 3, Erdgeschoß
92637 Weiden

(Nähe Josefshaus)

 
 
 
 
 
 
Kontakt:
Andrea Konz
Cariasverband Weiden-Neustadt/WN
Nikoleistraße 6,
92637 Weiden
Tel.: (09 61) 3 89 14-0     

 


"Der Neuer Tag" die Zeitung für die Oberpfalz berichtete am 20.08.2008

Lichtblick hinter Gittern
 

Michaela Höfer betreut ehrenamtlich Gefangene - Vorbereitung auf ein Leben ohne Straftaten

Mantel. (sei) Ungewöhnlichen sozialen Dienst leistet die 38-jährige Michaela Höfer aus Rupp-rechtsreuth seit 2005. Sie betreut ehrenamtlich Strafgefangene in der Justizvollzugsanstalt Weiden.
Eine Zeitungsanzeige der „Landesarbeitsgemein-schaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern" hatte sie vor vier Jahren neugierig gemacht. Nach einem eintägigen Grundkurs im Pfarrheim St. Josef in Weiden legte sie los.

Michaela Höfer kennt keine Schwellenangst vor der Haftanstalt in Almesbach. Die 38-Jährige will Gefangene so weit bringen, dass sie sich später im bürgerlichen Leben zurechtfinden - ohne wieder auf die schiefe Bahn zu gelangen.

Aus der anfangs achtköpfigen Gruppe blieben neben Höfer nur noch Alfred Schell und Peter Lottes übrig. Letztere kümmern sich mehr um die Entlassungsvorbereitung. Die ehrenamtliche Betreuung Strafgefangener ist etwas ganz anderes als ein gesetzlicher Betreuer.

Die Rupprechtsreutherin faszinierte das Thema Justiz und Strafvollzug schon als 20-Jährige, als ein zu lebenslänglicher Haft Verurteilter in einer Zeitschrift nach einer Brieffreundschaft suchte. Diesen Kontakt hält sie bis heute. Die verheiratete Mutter einer Tochter will dazu beitragen, bei den Gefangenen Defizite ihres sozialen Reifungspro-zesses aufzuarbeiten, persönliche Schwierigkeiten zu lösen und die Eingliederung in das Leben in Freiheit zu unterstützen.

 

 

 


Oft einziger Sozialkontakt
Erste Kontakte gibt es per Briefwechsel, dann folgen regelmäßige Besuche. Höfer fährt jede Woche für zwei Stunden in die JVA Weiden, sie betreut immer nur einen Gefangenen. „Ganz wichtig sind Gespräche. Viele Gefangene haben weder Familie noch andere soziale Kontakte", sagt die Rupprechtsreutherin.

Die ehrenamtlichen Betreuer begleiten die Insassen auch bei Freigängen. „Am liebsten wollen die Gefangenen dann Essen gehen, meist bei Mc Donald's oder in die Eisdiele, oder einfach nur durch die Stadt bummeln."

Für etwaige Fluchtversuche wird der Betreuer nicht zur Verantwortung gezogen. Höfer hat indes keinen übertrieben ausgeprägten Sozialtick. "Mitleid ist nicht angebracht, jeder Täter hat sich seine Strafe selbst zuzuschreiben und muss auch seine Zeit absitzen." Sie will aber erreichen, dass die Häftlinge ein Dasein ohne Straftaten als lebenswertes Leben erkennen lernen.

Viele Insassen fühlen sich nutzlos, ausgegrenzt, unwürdig. Deshalb will die Betreuerin bei ihnen wieder Selbstwertgefühl aufbauen. Ihr Ziel ist keinesfalls, die Welt zu verbessern. "Schon ein Dankeschön freut mich wahnsinnig." Wichtig ist für die Frau, den Gefangenen vorurteilsfrei zu begegnen. Es ist für den Betreuer nicht wichtig, warum jemand einsitzt.

Im Gefängnis ist der Umgangston mit den ehrenamtlichen Betreuern keineswegs rau. "Die Strafgefangenen seien höflich und zuvorkommend", versichert Höfer. Sie organisierte schon mal einen Spieleabend für 25 Insassen, die begrüßten sie alle ganz höflich mit Handschlag.

 

 


Zurzeit besucht Höfer regelmäßig ihren sechsten Betreuungsfall, einen 42-jährigen Mann, der noch einige Zeit eingesperrt bleibt. Vorher kümmerte sie sich um jüngere Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren.

Zuerst entsteht persönlicher Kontakt im Besuchsraum, später steht ein Anwaltszimmer zur Verfügung und Höfer braucht sich nicht mehr an die offiziellen Besuchszeiten halten.

Das Engagement stößt im Umfeld der Betreuer meist auf Unverständnis. Aber die Ehrenamtlichen tragen dazu bei, Vorurteile gegenüber Gefangenen abzubauen und ihre Wiedereingliederung zu fördern. "Man gibt nicht nur, man bekommt auch was zurück", ist Höfer überzeugt. Einmal im Monat treffen sich die Betreuer zum Erfahrungsaustausch. Ansprechpartner sind Thomas Hartmann, Sozialpädagoge der JVA, und Andrea Konz, Sozialpädagogin beim Caritas-Kreisverband. Auch stellvertretender Anstaltsleiter Johann Betz schenkt allen gerne ein offenes Ohr.

Vielseitig interessiert
Einmal jährlich besucht Michaela Höfer eine dreitätige Fachtagung in Straubing. Als sie das erste Mal in den "Knast" ging, hatte sie schon Herzklopfen, nun sind die Besuche so selbstverständlich wie einkaufen gehen.
Weitere Freizeit verbringt sie mit Walking, Besuchen im Fitness-Studio, Motorradfahren und Singen im Gospelchor „Hope and Joy". Die kaufmännische Angestellte würde, wenn sie noch mal vor der Berufswahl stünde, einen sozialen Beruf ergreifen, räumt sie ein.

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[Ihre Meinung und Rückfragen bitte an LAG ]     
© LAG 2010-05-09